Der Fall Arzberger

+++ Stefan Arzberger's Verfahren in New York beendet! +++

Am 29.6.2016 gab es eine Verhandlung, in welcher ein Lösung des Falles erreicht werden konnte.
Alle Anschuldigungen wurden fallengelassen. keine Strafen, keine Auflagen. Im Gegenzug musste Stefan Arzberger sich für eine fahrlässige Tätlichkeit bekennen. 
Damit ist das Strafverfahren abgeschlossen, Stefan Arzberger hat seinen Pass und darf das Land verlassen.

In einem jetzt beginnenden Zivilverfahren wird zwischen den Parteien verhandelt, ob Kompensation und wenn, in welcher Höhe, der Geschädigten zugesprochen werden kann. 
Dies wird auch weiterhin von den Anwälten Levitt & Kaizer betreut.

Obwohl sich Stefan Arzberger seit seinem unfreiwilligen Aufenthalt in den USA darum bemüht hat, seinen Aufenthalts-Status zu klären, wurde er durch unfreiwillige Ueberziehung seines Arbeitsvisums und zwischenzeitliche Ablehnung eines Touristenvisums mit einer Einreisesperre in die USA von 10 Jahren belegt.
An einer Lösung dieses Verhaltes wird gearbeitet.

Über Fortschritte und Lösung wird hier auch weiterhin berichtet.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die an diesem Ausgang mitgearbeitet haben und immer auch Vertrauen darin hatten!

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Das Bezirksgericht von New York hat nach Beratung am letzten Verhandlungstag (31.05.2016) die Anhörung um Stefan Arzberger erneut vertagt. Der nächste Termin ist nun für den 10.08.2016 vorgesehen. 
 
Als Unterstützerkreis Stefan Arzberger hoffen wir sehr auf seine baldige Freilassung und bitten um Verständnis, dass wir bis zur nächsten Anhörung keine weiteren Statements zum laufenden Verfahren abgeben können – zumal es keinen neuen Sachstand gibt.
 
Gerne nehmen wir nach diesem Zeitraum neue Presseanfragen entgegen.  
 
In der Zwischenzeit haben wir mit ersten Überlegungen für ein weiteres Konzert für Stefan Arzberger begonnen. Gespräche mit zahlreiche Künstlern, die bereits signalisiert hatten, an einem solchen Konzert mitwirken zu wollen, sollen jetzt beginnen. Sobald Zeitpunkt und Ort des Konzerts feststehen, werden wir dies kommunizieren. 

15. März 2016: Im Hearing wurde das Verfahren erneut vertagt.

23. Februar 2016: Das Hearing fand statt ohne dass das geforderte Gutachten vorliegt. Erneut wurde vertagt.

19. Februar 2016: Bis zum heutigen Tage hätte den Anwälten von Stefan das vom Richter bereits seit 20.8.2015 geforderte psychiatrische Gutachten der Staatsanwaltschaft vorliegen müssen, um dazu am 23.2.16 im Hearing zu sprechen. Es liegt kein Gutachten vor.

5. Februar 2016: Erneut konnte von der Staatsanwaltschaft kein Gutachten vorgelegt werden – seit 20.8.2015. Eine ausreichende Begründung für die Verzögerung liegt nicht vor. Eine neue Anhörung wurde auf den 23.2.2016 verlegt.

14. Januar 2016: Beim dem Hearing sollte das Gutachten seitens der Staatsanwaltschaft vorliegen. Wie zu erwarten war, ist dies nicht geschehen. Ausreichende Gründe dazu wurden nicht erläutert und daher ein weiteres Hearing auf den 5.Februar gelegt. Bis dahin, so wird gehofft, liegt dann das Gutachten vor. Das Hearing dauerte 2min.

Dezember 2015 :

Schleppendes Verfahren der US-amerikanische Justiz zwingt Stefan Arzberger zum Verlassen des Leipziger Streichquartetts

Die strafrechtliche Klärung im Verfahren gegen den Leipziger Musiker Stefan Arzberger wird von den Justizbehörden in New York City leider mit großer Verzögerung betrieben, sodass zeitliche Abläufe nicht prognostizierbar sind. Eine Rückkehr nach Deutschland, etwa im Frühjahr 2016, ist deshalb unsicher. Aus diesem Grund scheidet Stefan Arzberger als Mitglied und Gesellschafter des Leipziger Streichquartetts aus, um seinen Kollegen Planungssicherheit und eine sichere Zukunft zu ermöglichen. Stefan Arzberger bedauert, diese Entscheidung treffen zu müssen und hofft auf einen baldigen Fortgang des Verfahrens in New York City, um nach einer Klärung der Vorwürfe seine persönliche künstlerische Entwicklung wieder aufnehmen zu können.

Das Leipziger Streichquartett wird alle zukünftigen Verpflichtungen und Aufgaben in veränderter Besetzung wahrnehmen und für den Fortbestand des Ensembles in gewohnter Qualität Sorge tragen.

Wir bedanken uns bei allen Partnern, Veranstaltern und Freunden für die Hilfe und Unterstützung in schwierigen Zeiten und sehen einem positiven Ende des für Stefan Arzberger andauernden und nicht absehbaren Procedere in den USA hoffnungsvoll entgegen.

Sie können Stefan Arzberger auch weiterhin unterstützen. Alle notwendigen Informationen und aktuellen Entwicklungen sind unter www.support-for-arzberger.com zusammengefasst.

New York / Leipzig, den 4. Dezember 2015

Leipziger Streichquartett Stefan Arzberger

CHRONOLOGIE:

Vorbemerkung:

Das Leipziger Streichquartett ist am 26. März in New York. Am nächsten Tag soll das Quartett auftreten. Das Hotelzimmer von Stefan Arzberger ist im Hudson Hotel, 9. Stock. Er geht zum Abendessen in ein Restaurant auf der 8th Avenue, danach in der Nähe des Times Square in das Three Monkeys auf einen Drink. Er kehrt zurück in das Hotel in die dortige Hotelbar. Einmal verlässt er die Hotelbar für eine Raucherpause; auf sein Bierglas legt er in der Zwischenzeit einen Bierdeckel. Am späten Abend geht er zum Times Square um sich den Ort einer Szene aus dem Film „Birdman“ anzusehen.  An das was im Lauf der Nacht geschieht, hat Stefan Arzberger keine Erinnerung. Am Morgen des 27. März kommt er im Hotel wieder zu Bewusstsein; er trägt Handschellen und die Polizei nimmt ihn fest, weil er eine Frau im Hotel gewürgt haben soll. Er befindet sich seitdem in New York: Er hat weder einen Aufenthaltsstatus noch darf er arbeiten und seinen Lebensunterhalt verdienen. Er hat kein Einkommen und keine soziale Absicherung. Neben dem strafrechtlichen Verfahren ist eine Zivilklage gegen ihn anhängig: Die Frau, die er gewürgt haben soll, hat ihn auf Schadensersatz in Höhe von derzeit 2,5 Mio. USD verklagt

27. März: 3.52 Uhr: Auf dem Hotelvideo ist Stefan Arzberger zu sehen, wie er in Begleitung einer Frau den Eingangsbereich des Hotels betritt. Er geht hinter der Frau; der Gang wirkt unsicher. Sie gehen zu den Hotelaufzügen, die Frau nimmt seine Hand. Im Aufzug wendet sich die Frau ihm zu. Sie beugt sich in seine Richtung, er wendet den Kopf von ihr ab und hebt abwehrend seine Hände. Mit dem Zeigefinger macht er eine Bewegung, die aussieht, als wolle er „nein“ sagen.

4.37 Uhr: Auf dem Hotelvideo ist die Frau zu sehen; sie fährt im Aufzug wieder hinunter. Sie hat das iPad von Stefan Arzberger bei sich. Wie sich später aufgrund von Videoaufnahmen einer Bank ergibt, hat sie auch die Kreditkarte und Bargeld von ihm. In der Bank ist noch eine weitere Frau, die sich immer wieder vor die Kamera stellt, als die Frau aus dem Hotel – vergeblich – versucht mit der Kreditkarte Geld abzuheben.

Anmerkung: Die Frau wird später festgenommen, nachdem sie auf die Kreditkarte von Stefan Arzberger zwei iPhones und Schmuck bestellt. Die Frau – ein Transvestit, der sich Melissa nennt – ist zwölfmal wegen Prostitution vorbestraft. Sie gesteht, die Kreditkarte genommen zu haben, streitet ansonsten aber weiteres – insbesondere die Verabreichung von KO-Tropfen oder sonstigen Drogen – Vergehen an Stefan Arzberger ab. Ihr Appartement wird nicht durchsucht. Die zweite Frau wird von der Polizei nicht gesucht.

Zeitraum etwa zwischen 4.00 Uhr und 7.35 Uhr: Die Türprotokolle ergeben, dass die Zimmertür von Stefan Arzberger im Hotel offen war.

7.35 Uhr bis etwa 8.00 Uhr: Mitarbeiter des Hotels bemerken, dass ein großer Mann, unbekleidet auf dem Hotelflur umherirrt und an mehrere Hotelzimmertüren klopft. Ein Wachmann geht daraufhin in den neunten Stock. Ein Hotelgast – Frau Robinson – berichtet, dass sie die Tür geöffnet habe. Vor ihr sei ein großer unbekleideter Mann gewesen. Nachdem sie die Tür zuschlagen habe wollen, habe der Mann ihr eine Hand auf den Mund gelegt und mit der anderen ihren Hals gepackt und sie in das Hotelzimmer geschoben. Unmittelbar darauf sei der Wachmann gekommen, habe die Zimmertür geöffnet und dem Mann gesagt, er solle die Frau loslassen, was dieser sofort gemacht habe. Videoaufnahmen der Hotelkameras über den Vorgang gibt es nicht. Frau Robinson verweigert eine ärztliche Untersuchung und fährt zu ihrer Schwester nach Connecticut. Der Staatsanwalt ruft sie einige Tage später dort an, weil auch keine aussagekräftigen Fotos von ihr gemacht worden seien. Sie sendet der Staatsanwaltschaft daraufhin Fotos, die sie mit ihrem iPhone von sich selbst aufgenommen hat.

nach 8.00 Uhr: Stefan Arzberger sitzt auf seinem Bett im Hotelzimmer; ihm wurden Handschellen angelegt. Der verhaftende Officer merkt an:  „…it sounds like drugs…“.  Die Polizei fordert ihn auf, die Tat zu gestehen: Es sei alles auf Video dokumentiert. Eine Aufklärung über seine Rechte als Beschuldigter erfolgt nicht. Das Konsulat wird nicht informiert. Er wird verhaftet und verbringt die nächsten 30 Stunden in Haft. Am Abend lehnt der zuständige Richter Anträge, sein Blut auf Drogen zu untersuchen, ab. Nachdem er 26 Stunden in Haft ist, wird ihm Urin und Blut abgenommen – eine Untersuchung erfolgt – wegen der bevor stehenden Haft – auf Hepatitis und Aids. Eine Untersuchung darüber hinaus auf alle Arten von bewusstseinsverändernden Drogen erfolgt nicht. Eine Begründung für die Verweigerung eines solchen Tests wird ebenso verweigert wie die Aufnahme der Ablehnung in das Protokoll der Verhaftung.

28. März: Gegen eine Kaution von 100.000 USD – die ein Kautionsagent und die Herrn Arzberger vertretende Agentur zur Verfügung stellt – wird er aus der Haft entlassen. Er muss seinen Pass abgeben. Ihm wird auferlegt, Amerika nicht zu verlassen und nicht zu arbeiten. Sein Arbeitsvisum läuft am 11. April 2015 ab. Eine Verlängerung des Visums ist nicht möglich, da er Teil des Ensembles und kein Einzelkünstler ist. Die Beantragung eines Arbeitsvisums als Einzelkünstler ist bei den gegebenen Umständen aussichtslos.

1. April: Nachdem ein Antrag der Anwälte von Stefan Arzberger abgelehnt wird, die Anhörung vor der Grand Jury zu verlegen, da sie keine ausreichende Zeit zur Vorbereitung gehabt hätten, findet diese statt. Frau Robinson tritt vor der Jury auf. Stefan Arzberger wird wegen versuchtem Mord, Körperverletzung, Strangulierung und Einbruch angeklagt.

6. April: Nach einem weiteren Antrag, das Blut auf diverse mögliche Substanzen zu untersuchen, wird ein Labor beauftragt, das Blut – das ihm wegen der bevor stehenden Haft am 28. März abgenommen wurde – zu untersuchen. Die Untersuchung bringt keine Ergebnisse: Abgesehen davon, dass bewusstseinsverändernde Substanzen im Blut nach einer solchen Zeitspanne regelmäßig ohnehin nicht nachweisbar sind, reicht die abgenommene Blutmenge für eine detaillierte Untersuchung nicht aus. Der Urin, als einziger möglicher Indikator für bis zu 40 Stunden nach der möglichen Einnahme, wurde bereits weit davor entsorgt.

4. Mai und 18. JuniAnträge auf Beschleunigung des Verfahrens werden abgelehnt. Abgelehnt werden auch Anträge zur Änderung der Kautionsregeln (Reise- und Arbeitsmöglichkeit).

18. Juni: Der Richter ordnet an, dass Stefan Arzberger und die Staatsanwaltschaft jeweils forensisch-psychiatrische Gutachten vorzulegen haben.

18. August: Stefan Arzberger legt ein forensisch-psychiatrisches Gutachten eines hoch anerkannten New Yorker Sachverständigen vor:  Es gibt keine Hinweise, dass er Konsument von Drogen oder alkoholabhängig ist. Es bestehen keinerlei Anzeichen von psychischen Störungen oder bewusster Falschdarstellung

20. August: Die für den Tag angesetzte weitere Anhörung wird nach zwei Minuten vertagt auf den 22. Oktober 2015. Die Staatsanwaltschaft hat nach wie vor kein Gutachten erstellen lassen und auch keine Anzeichen erkennen lassen, den Anordnungen des Richters Folge zu leisten.

22. Oktober: Der Staatsanwalt legt in dem stattfindenden weiteren Gerichtsanhörung erneut kein Gutachten vor. Das Gutachten ist nach wie vor nicht in Auftrag gegeben. Stattdessen bezeichnet der Staatsanwalt das von Stefan Arzberger am 18. August vorgelegte Gutachten als illegitim. Auf den Einwand des Verteidigers, dass das Gericht Stefan Arzberger aufgefordert habe, ein Gutachten vorzulegen, teilt der Richter mit, dass er sich nicht daran erinnern könne, eine richtige Aufforderung ausgesprochen zu haben. Auf den weiteren Einwand des Verteidigers, dass eine nochmalige Verzögerung unzumutbar sei, sagt der Richter, dass Stefan Arzberger ein berühmter Musiker sei und arbeiten könne. Auf den weiteren Einwand, dass ihm dies doch verboten sei, geht der Richter nicht ein.

Stefan’s Rechtsanwalt, Richard Levitt, beschreibt die Situation wie folgt: 

„We appeared today in court asking the judge to permit Stefan to travel internationally with his Quartet. This request was denied once again, notwithstanding the very strong evidence that he is not guilty of the charges and the undeniable fact that he, too, was the victim of a crime the evening in question. We will now continue preparing our defense, which will include the forensic analysis of hair samples to identify, if possible, the drug that was likely administered to him by the person who stole his property and fraudulently used his credit and bank cards, and we will also consult with an expert in pharmotoxicology and a psychiatrist to better understand the circumstances that led to the charges.  We thank the many hundreds of people who have expressed support for Stefan during this very difficult time and will keep you updated regarding developments in the case.

We look forward to a positive outcome so Stefan can put this behind him and return to what he does best – making beautiful music with his Quartet.“

Der Richter setzt einen neuen Termin am 25. November 2015 fest: Bis dahin solle die Staatsanwaltschaft einen Gutachter beauftragen.

25.November: Richard Levitt sagt:

„We were in court today, doing everything we can to move the case forward.
The judge said he would be away until January 14 and so we adjourned the case to that date to avoid any unnecessary delay.
The judge denied our request that Stefan is being permitted to return home for the holidays, but directed the prosecutor to do everything possible to assure that its expert psychiatrist prepares his report by the adjourn date.
We are hopeful that on January 14 the judge will set a trial date.“
Richard Levitt & Nicholas Kaizer

Erneut wurde am 25.November kein Gutachten seitens der Staatsanwaltschaft vorgelegt mit der diesmaligen Begründung, dass die Mittel für die Bestellung des Experten vorab nicht genehmigt wurden. Der Antrag der Verteidigung, nun sofort einen Verhandlungsbeginn festzulegen, wurde abgewiesen. In einem weiteren Hearing am 14.Januar 2016 soll das Gutachten der Staatsanwaltschaft vorliegen. Der Staatsanwalt merkte an, dass dies nicht garantierbar sei. Der Richter fordert die Staatsanwaltschaft erneut auf, ihre Bemühungen zu beschleunigen. Die Begutachtung durch einen von der Staatsanwaltschaft bestellten Experten wird nun am 2. Dezember erfolgen.

Die vorab per Brief und als „Motion“ gestellte Anfrage der Verteidigung an den Richter, Herrn Arzberger über die Weihnachtstage zu seiner Familie reisen zu lassen, wurde vom Richter ohne weitere Begründung abgelehnt.

Stefan Arzberger ist nun seit über 8 Monaten in den USA, darf nicht reisen, nicht arbeiten und muss alles versuchen zu vermeiden, was ihn zusätzlich in Schwierigkeiten geraten lassen könnte.

In allen bisherigen Anhörungen waren Vertreter des Generalkonsulates New York anwesend.

2. Dezember Stefan Arzberger hatte sein erstes Treffen mit dem forensisch-psychiatrischem Gutachter der Staatsanwaltschaft, welches bereits seit dem 19.6.15 hätte stattfinden können und sollen. Man lies Stefan und dessen Anwalt 45min. ohne Begründung und Entschuldigung warten und präsentierte eine Übersetzerin, die Ungarin ist, seit 1968 in den USA lebt und keinerlei Sachkenntnisse in medizinischen/psychiatrischen Termini besitzt.

Stefan stellte sich trotzdem der Situation und bestritt das 80minuetige Gespräch in englischer Sprache. Ein weiters Treffen wurde nicht avisiert.

Inwieweit ein Mensch und das Geschehene in 80min. erfasst und beurteilt werden kann, sei dahingestellt.

Das von Stefan in Auftrag gegebene eigene Gutachten durch Dr. Bardey beinhaltete 7h an intensiven Gesprächen zzgl. eines Gespräches mit der Frau von Stefan.

Man muss aufgrund der bisherigen Erfahrungen davon ausgehen, dass jenes Gutachten nicht vor dem 14.1.2016 verfügbar ist.

7.Dezember  Aufgrund der zeitlichen Verzögerungen in den USA muss Stefan Arzberger die Entscheidung treffen, seinen Platz im Leipziger Streichquartett zugunsten einer sicheren und planbaren Zukunft für das Leipziger Streichquartett zu räumen. Eine Rückkehr nach Deutschland – z.Bsp. im Frühjahr 2016 – ist unsicher. In einer Gemeinsamen Pressemitteilung wird dies veröffentlicht.

Stefan’s musikalische Zukunft ist damit zum Erliegen gekommen. Die berufliche und persönliche Situation wird in den USA nicht als Kriterium angesehen, die Dinge in einem angemessenen Zeitraum zu bearbeiten.

 

20 Gedanken zu „Der Fall Arzberger“

  1. Sehr geehrter Herr Arzberger,
    als Mitglied einer Familie in der Nichte und Neffen beruflich musizieren, fühlt man sich von Ihrem Fall doppelt betroffen, zumal
    die Steine im Getriebe der US Justiz, das Ganze immer mehr zu einer schrecklichen Farce werden lassen. Es macht sich auch bei Außenstehenden innerlich eine große Verunsicherung über dass, was Sie erleben und durchleben mußten und leider noch müssen, breit.
    Halten Sie durch und lassen Sie sich nicht zermahlen, tun Sie das für sich , Ihre Familie und die Musik.
    Ich drücke fest beide Daumen für eine baldige Zukunft in Freiheit.
    Jutta von Gagern

  2. Sehr geehrter Herr Arzberger,
    die Darstellung Ihres Falles im ZDF hat mich erschüttert, ebenso erneut das Rechtssystem unserer großen amerikanischen Freunde.
    Im Zeitalter von TTIP und eines Donald Trump kann einem nur Angst und Bange werden. Vielleicht rettet Sie die Musik, die Sie ja in Ihrem Innern spüren und hören können und die Ihnen niemand rauben kann, über die Trostlosigkeit der vielen Momente, die Sie haben erleiden müssen.
    Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen eine baldige Lösung dieses
    verworrenen Verfahrens und glückliche Heimkehr nach Deutschland.
    Mit hoffnungsvollen Grüßen
    Peter Heising

  3. Sehr geehrter, lieber Herr Arzberger,
    auch wir waren sehr, sehr schockiert und mitgenommen von Ihrem Schicksal, nachdem wir die Dokumentation des ZDF gesehen hatten. Ich hatte auch schon im Stern davon gelesen. Es ist kaum verständlich, dass in einem demokratischen Land die Justiz so langsam und schludrig arbeiten kann, wo doch alles dafür spricht, dass Sie auf eine ganz üble Weise gelinkt wurden.
    Ich wünsche Ihnen alle Kraft der Welt, vor allem aber, dass dieser Alptraum so schnell wie nur möglich zu Ende geht. Halten Sie durch!
    Sehr herzliche Grüße
    Eva Grambow

  4. Hallo Stefan, ich habe ihr Schicksal gerade auf 37Grad gesehen und möchte Ihnen viel Kraft wünschen . Ich habe selbst viele Jahre in den USA gelebt und weiß wie langsam und ineffizient manche Mühlen dort mahlen. Ich wünschen Ihnen dass Sie möglichst bald wieder in Ihre Heimat zurück kehren können. Meine Gedanken sind mit Ihnen. Freundliche Grüße Ingo Schär

  5. Sehr geehrter Herr Arzberger,
    Wir sind entsetzt und erschüttert von Ihrer Geschichte und können es nicht fassen,dass keinerlei Unterstützung von Seiten der Politik möglich ist. Was für ein Drama,dass die Justiz in den USA so mit Ihnen umgehen darf!!
    Halten Sie durch,es wird hoffentlich die Gerechtigkeit das letzte Wort haben.
    Wir senden Ihnen aus der Schweiz Kraft und Zuversicht
    Isabel W. &Familie

  6. Die New Yorker Polizei untersteht dem Bürgermeister von New York.
    Das Protokoll zum Tatvorwurf ist sicherlich faktisch richtig. .aber wo bleibt das Motiv des Tatverdacht?
    Das Motiv des Tatverdacht ist erscheint mir soweit weg von jeder sozialen Norm , aber nicht abnormal wenn vorher einem gesunden Menschen ein höchstens Mittel gegen Arteriosklerose verabreicht wurde.
    Ein künstlicher Schlaganfall..ein perfektes Assassin.

  7. Guten Tag Herr Arzberger,
    gestern habe ich die ZDF Sendung gesehen. Ich frage mich, wie überhaupt jemand an Ihrer Unschuld zweifeln kann.
    Ich wünsche Ihnen viel Kraft für diese schwere Zeit!
    Beste Grüße
    K. Meyer

  8. Lieber Herr Arzberger,

    ich habe gerade im ZDF von Ihnen gehört und bin schockiert!

    Würde es etwas nutzen, eine Haarprobe nach D zur Untersuchung zu schicken?

    In jedem Fall drücke ich Ihnen die Daumen, dass dieser Albtraum für Sie bald ein Ende hat und vor allem, dass Ihr Leben danach wieder einigermaßen ins Lot kommt!

    Beste Grüße
    Charlotte

  9. Lieber Stefan,
    wir haben uns zwar schon mehr als 20 Jahre nicht mehr gesehen und ich weiß nicht, ob du dich noch an mich erinnerst aber dein Schicksal geht mir doch sehr nah. Ich wünsche dir auf diesem Weg Kraft und Durchhaltevermögen. Es muss zu einem guten Ende kommen. Das wäre sonst zu ungerecht. Ich hoffe, dass du sehr bald in dein glückliches Musikerleben zurückkehren kannst. Liebe Grüße Claudia

  10. Lieber Herr Arzberger!
    Ich habe soeben erst durch eine Freundin von Ihrem unfassbaren Schicksal erfahren !
    Es ist für mich nicht nur als Sängerin und Liebhaberin besonders auch von Kammermusik unvorstellbar, dass so etwas in unserer zivilisierten Welt möglich ist! Und vor allem, dass es keine Möglichkeit geben soll, diesem Albtraum sofort zu beenden! Es müsste sich doch zumindest die ganze Musikwelt erheben ! Weiss denn unsere Bundeskanzlerin von Ihrem „Fall“ ? Die Öffentlichkeit müsste mit allen Mitteln informiert werden ! Auch Präsident Obama sollte und könnte mit Sicherheit eine Lösung finden! Sorgen Sie durch Ihren Rechtsbeistand , dass die Welt von Ihrem Schicksal erfährt!
    Ich bin sicher, dass es eine Rettung geben kann!
    Mit besten Wünschen und Grüssen!
    Eva Holzapfel, München

    1. Schon der erste Bericht über Stefan Arzberger in der SZ vom Herbst
      2015 hat mich erschüttert. Und ich habe immer wieder nach weiteren Berichten in der Presse gesucht. Am Dienstag letzter Woche dachte ich mal wieder an ihn. Und dann stand am Donnerstag, 18.2., der große Artikel im Feuilleton der SZ.
      Dem Kommentar stimme ich rundum zu. Bislang haben sich anscheinend nur Musikerfreunde für Herrn Arzberger z.T. großzügig eingesetzt. Wo bleiben einflussreiche Unterstützer aus Gesellschaft u. Politik? Es wird Zeit, dass auch diese handeln!

  11. Sehr geehrter Herr Arzberger,
    wenngleich auch die Musik von Ihnen nicht unbedingt meine ist, will ich Ihnen dennoch sagen, dass Ihre Geschichte und vor allem, was von *unseren* Freunden danach kam, unglaublich ist. Warum wurden alle möglichen Untersuchungen nicht gleich am 27.03. vorgenommen?
    Müsste Frau Merkel sich mit dem Präsidenten nicht mal über Ihren Fall unterhalten (können?)
    Ihnen ganz persönlich wünsch ich Durchhaltevermögen, Gesundheit und jegliche Unterstützung durch Ihre Familie, Freunde und dem Publikum!
    Liebe Grüße
    Silke Schieritz

    1. Liebe Frau Schieritz!

      Ich teile ihre Meinung, daß dieser Fall einfach unglaublich ist – erschütternd!
      Darüber hinaus möchte ich Ihnen aber an´s Herz legen, „die Musik, die nicht unbedingt die Ihre ist“, etwas näher in Ohrenschein zu nehmen.
      Nehmen Sie sich die schönen Quartette zur Hand, und hören Sie sie je 7x an, dann erschließen sie sich nämlich plötzlich doch.
      Zwar weiß man, daß es bei der Klassik auch viel überflüssige Dosenkost gibt, so wie es ja auch jede Menge banalster Schundromane gibt. Doch würde man davon ausgehend beispielsweise einem Literaten schreiben: „auch wenn Ihre Bücher nicht unbedingt die Meinen sind…?“
      (Wobei das Wörtchen „unbedingt“ in diesem Falle vom Despektierlichkeitsgrad her direkt an das Zitronenbällchen auf dem Kosakenzipfel von Loriot erinnert) –
      Wie ein erwachsener Mensch so etwas einfach schreiben kann ohne rot zu werden??
      Beschäftigen Sie sich unbedingt etwas besser damit, und ich bin sicher, nach kürzester Zeit wird Ihnen der Eingangspassus im Brief an Herrn Arzberger nur noch peinlich sein, so wie auch ich mich eben beim Lesen peinlich berührt fühlte…
      FK

  12. Sehr geehrter Herr Arzberger,
    durch eine CD-Kritik in der FAZ bin ich zufällig auf Ihren unglaublichen „Fall“ gestoßen. Das Leipziger Streichquartett kenne ich von vielen wunderbaren Aufnahmen, darum hat mich Ihr Schicksal besonders erschüttert. Als Komponist von mehreren Streichquartetten hatte ich immer ein besonders intensives Verhältnis zu dieser musikalischen Formation und ihren Interpreten. Auch wenn wir uns persönlich nicht kennen, darf ich Ihnen an dieser Stelle alles erdenkliche Glück und die nötige seelische Kraft, aus dieser nahezu unvorstellbar schrecklichen Situation herauszukommen wünschen. Mit den besten Grüßen aus München, Markus Höring

  13. grad fällt mir als bayrisches geschöpf ein:), dass es unserem Landesvater Strauß doch in den 70ern?? in New York schon genauso erging –
    viell. mal in München anrufen/Termin – Büro Seehofer oder bei den Kindern von Strauß, Tochter ist doch auch Mutter und Politikerin und mit probs vertraut – und sie um Hilfe bitten, wer war damals die Anwaltskanzlei und wie und was konnten sie tun? Akte anschauen?
    nochmals dicke GLG aus wiesbaden!

  14. Lieber Herr Arzberger, liebe family,
    Sie schaffen das!!! Diese Sache liefert Ihnen Tonnen an musikalischen Emotionen – viell klarmachen, und zwar so öffentlich wie möglich, dass Sie auch Opfer sind und drücken Sie Ihre Qual, Verzweiflung, Wut, Leiden, Trauer und Ihre Hoffnung aus und spielen Sie in ihrer wunderbaren Musik den Amerikanern öffentlich täglich an hotspots Ihr Leid vor Augen und Ohren – wie die Studentin, die auf dem campus mit einer Matratze rumläuft! importance of self-initiative and humanistic philosophy – Philosphie ist auch gut – das Ganze muss einen Sinn haben:)
    Dürfen Sie im internet Ihre Musik auf youtube… veröffentlichen?
    Auch die deutschen Koll. müssten mehr berichten und concerts machen – Ihr Quartett sollte Sie bei jedem Auftritt via skype… zuschalten. Fernsehsender, BILD, Bunte anrufen und um weitere Berichte bitten?! Kann Frau Merkel nicht mit einem Telefonat oder Bitte beim nächsten Gipfel helfen ?? >Petitionen einreichen – Kultusminister..? Fürsprecher aus Berlin wären sicher gut – Rat bei allen möglichen deutschen Behörden/ Politikern/Vorständen suchen.

    Es gibt doch in Dtl. für alles Stellen, die beraten – holen Sie so viele wie möglich an Bord und fragen Sie alle an, die Ihnen einfallen. Natürlich auch die dte Polizei, viell hat ein (ehemaliger) Zeit und kann vor Ort mit Tips zum Verfahren… helfen? Aufruf um Hilfe jeder Art via internet und FAZ ANzeige wie gerade für naidoo – viell. gerade diese Künstlerkollegen mal anschreiben!
    viell meantime viel social work machen – spielen Sie für Todkranke, Krebskranke in Krankenhäusern, machen Sie music workshops für benachteiligte amerikanische Kinder und Jugendliche, helfen Sie anderen, denen es genauso oder schlechter geht und retten Sie deren Leben – und denken Sie bloß immer an die Liebe Ihrer Familie und Fans und daran, dass das Leben auch viele schöne Seiten hat und dass es wirklich noch viel schlimmer hätte kommen können – Sie sind nicht tot oder im Rollstuhl wie die österreichische Stabhochsprungmeisterin und Ihrer family gehts doch auch nicht schlecht.
    Therapie zur Verarbeitung des Traumas anfangen – auch via internet mit Ärzten in Dtl !
    Mit dem ebenfalls traumatisierten Opfer, der Frau, treffen? Eine Lösung kann es nur mit ihr geben – viell kann ein Priester sie moralisch zu gutem Handeln anhalten und Ihr Anwalt mit ihr verhandeln?
    Nicht vergessen, die Amerikaner sind unsere Freunde, sie haben unser Land und uns Deutsche mit ihren Soldaten und nicht zuletzt mit ihrer Schokolade vor dem Verhungern gerettet und sie werden alles tun, auch Ihnen als Opfer zu helfen.
    Immer Ihre Liebe zu Amerika deutlich machen, die Sie mit Ihren Konzerten ja bereits bewiesen haben – man kommt nicht in ein Land, das man nicht mag – und Ihr Vertrauen in Amerika und die amerikanischn Ideale ganz deutlich! Immer amerikanische flagT-Shirts tragen.. Aufdrucke gezielt auswählen, amerikanische Ideale wie Sendungsbewusstsein und Gerechtigkeitswillen ausstrahlen, auch dass Sie nur versuchten, Ihren eigenen american dream zu leben, nämlich dass jeder Mensch, der lange und hart arbeitet, auch ein gutes Leben führen kann und dabei genauso jäh zum Opfer wurden wie diese Frau…

    sorry4brainstorming:) – ungeeignete Vorschläge in wastepaper basket:)
    Sie sind stark und stehen das durch !! go the american way of thinking positive … tons of luck, hope, positive energy, god´s grace and help and hope2cu in concert in wiesbaden kurhaus:) – all the best 2u and ur fam and lots of deep hugs from ur fans!!:)

  15. Sehr geehrter Herr Arzberger,

    was Sie zur Zeit ertragen müssen, ist ein völlig absurder, kafkaesker Albtraum. Sie sind immerhin nicht allein: Nicht nur Ihre Freunde und Bekannten, auch Menschen, die Sie nicht persönlich kennen, sind von Ihrem Schicksal berührt – wie könnte es auch anders sein! Halten sie durch, niemand kann Ihnen nehmen, was Sie sind: Der Mensch und Künstler, der so offensichtlich wahrhaftig, ernsthaft und diszipliniert seinen Weg geht. Bald sehen wir Sie wieder auf dem Konzertpodium!

    Mit den besten Wünschen,
    Jan Daxner

  16. Sehr geehrter Herr Arzberger,
    über Monika Henschel habe ich von Ihrer Situation erfahren. Mich beeindruckt das Engagement Ihrer Kollegen und Kolleginnen hier sehr. Das ist für Sie sicher erst einmal ein geringer Trost, aber hier werden augenscheinlich wirklich alle Hebel in Bewegung gesetzt, um Ihnen zu helfen.
    Die Prozessgeschichte ist ungeheuerlich, das Vorgehen der Polizei und Justiz nicht nachvollziehbar. Ich wünsche Ihnen viel Kraft und Durchhaltevermögen – und dass Ihnen möglichst zeitnah Gerechtigkeit zuteil wird.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Juliane Scheer

  17. Lieber Stefan,
    voller Sorge verfolgen wir die für Dich so unglaublich schwere Zeit. Unverständnis, wie ein unbescholtener Mensch und Künstler seiner Existenz beraubt wird. Wir kennen Dich schon so viele Jahre und wissen, dass Du niemals einem anderen Menschen ein Leid zufügen könntest. Wer Dich als Geiger schon erlebt hat weiß, wie einfühlsam Du bist, dass Du anderen Menschen mit Deiner Musik Freude bereitest. Hoffen wir auf kein Wunder, sondern auf einen klaren Menschenverstand, dass dieser Albtraum bald ein Ende hat und die so hochgelobte Gerechtigkeit der US-Justiz einen klaren Blick behält.

  18. Lieber Herr Arzberger,
    auch wenn das aus der Ferne leicht gesagt ist: bitte halten Sie durch!Der verlorenen Wahrheit wegen und Ihrem Publikum zuliebe. Sie sind ein wunderbarer Künstler. Ich hab das Leipziger Streichquartett schon gehört. Das war eine Entdeckung. Musik berührt unsere Seele, wie kein anderes Medium. Spielen Sie für sich – und für uns, Ihr Publikum. Wir werden Sie wiedersehen, da hoffe ich auf Gerechtigkeit, die sich auch im US- Justiz-Räderwerk letztlich durchsetzen muß. Einen guten Anwalt, gute Argumente haben Sie – und uns, Ihre Unterstützer.
    Mit herzlichen Grüßen
    Gisela Bastian

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